MethylenchloridCl₂, eine organische Verbindung mit der chemischen Formel CH₂Cl₂, ist eine farblose, transparente Flüssigkeit mit einem stechenden, etherähnlichen Geruch. Es ist in Wasser, Ethanol und Ether schwerlöslich. Unter normalen Bedingungen ist es ein nicht brennbares Lösungsmittel mit niedrigem Siedepunkt. Bei hoher Konzentration seiner Dämpfe in heißer Luft entsteht ein schwach brennendes Gemisch, das häufig als Ersatz für brennbare Stoffe wie Petrolether und Ether verwendet wird.
Eigenschaften:ReinMethylenchloridDichlormethan hat keinen Flammpunkt. Lösungsmittelgemische aus gleichen Volumina Dichlormethan und Benzin, Naphtha oder Toluol sind nicht entzündlich. Wird Dichlormethan jedoch im Verhältnis 10:1 mit Aceton oder Methanol gemischt, entsteht ein Gemisch mit Flammpunkt. Die Dämpfe bilden mit Luft ein explosives Gemisch mit einer Explosionsgrenze von 6,2 bis 15,0 Vol.-%.
ANWENDUNG:
1. Wird zur Getreidebegasung und Kühlung von Niederdruck-Kühl- und Klimaanlagen verwendet.
2. Wird als Lösungsmittel, Extraktionsmittel und Mutagen verwendet.
3. Wird in der Elektronikindustrie verwendet. Üblicherweise als Reinigungsmittel zur Ölentfernung eingesetzt.
4. Wird als Lokalanästhetikum in der Zahnmedizin, Kältemittel, Feuerlöschmittel sowie als Reinigungs- und Entfettungsmittel für Metalloberflächenbeschichtungen verwendet.
5. Wird als Zwischenprodukt in der organischen Synthese verwendet.
Zubereitungsmethode:
1. Erdgaschlorierungsverfahren: Erdgas reagiert mit Chlorgas. Nachdem die aus Chlorwasserstoff entstehende Salzsäure mit Wasser absorbiert wurde, werden die restlichen Spuren von Chlorwasserstoff mit Lauge entfernt. Das Endprodukt wird durch Trocknen, Komprimieren, Kondensieren und Destillieren gewonnen.
2. Chlormethan und Chlormethan reagierten unter einer 4000-kW-Lichtquelle mit Chlorgas zu Dichlormethan, das anschließend durch Alkaliwäsche, Kompression, Kondensation, Trocknung und Rektifikation weiterverarbeitet wurde. Hauptnebenprodukt war Trichlormethan.
Sicherheit:
1.Vorsichtsmaßnahmen für den Betrieb:Vermeiden Sie während des Betriebs Nebelbildung und tragen Sie geeignete persönliche Schutzausrüstung. Vermeiden Sie die Freisetzung von Dampf und Nebel in die Raumluft. Arbeiten Sie in einem gut belüfteten Bereich und verwenden Sie nur die minimal notwendige Menge. Notfallausrüstung zur Brandbekämpfung und zum Umgang mit ausgelaufenen Stoffen muss jederzeit verfügbar sein. Auch leere Lagerbehälter können noch gefährliche Rückstände enthalten. Arbeiten Sie nicht in der Nähe von Schweißgeräten, Flammen oder heißen Oberflächen.
2.Hinweise zur Lagerung:An einem kühlen, trockenen und gut belüfteten Ort ohne direkte Sonneneinstrahlung lagern. Von Wärmequellen, Flammen und unverträglichen Stoffen wie starken Oxidationsmitteln, starken Säuren und Salpetersäure fernhalten. In einem ordnungsgemäß gekennzeichneten Behälter aufbewahren. Nicht verwendete Behälter und leere Fässer dicht verschlossen halten. Beschädigungen des Behälters vermeiden und den Tank regelmäßig auf Mängel wie Brüche oder Auslaufen überprüfen. Die Behälter sind mit verzinktem oder Phenolharz ausgekleidet, um die Zersetzung von Methylenchlorid zu minimieren. Begrenzte Lagerkapazität. Warnschilder anbringen, wo erforderlich. Der Lagerbereich sollte vom Arbeitsbereich mit hohem Personalaufkommen getrennt und der Zugang beschränkt sein. Zum Ableiten toxischer Stoffe Kunststoffrohre verwenden, die für den Umgang mit diesen Stoffen zugelassen sind. Das Material kann sich statisch aufladen und dadurch eine Entzündung verursachen. An einem kühlen, trockenen und gut belüfteten Ort ohne direkte Sonneneinstrahlung lagern.
3.Verpackung und Transport:Verwenden Sie verzinkte Eisenfässer mit einem Fassungsvermögen von 250 kg pro Fass. Der Transport ist per Kesselwagen oder Pkw möglich. Lagern Sie das Produkt an einem kühlen, dunklen, trockenen und gut belüfteten Ort. Achten Sie auf Feuchtigkeit.
Veröffentlichungsdatum: 16. Februar 2023





