Angetrieben von einer starken Nachfrage in Sektoren wie Elektrofahrzeugen, Elektronikgeräten sowie Textilien und Bekleidung, verzeichnete die Produktion chemischer Produkte im Jahr 2024 einen deutlichen Anstieg. Fast 80 % der chemischen Produkte wiesen ein Wachstum in unterschiedlichem Ausmaß auf. Der Elektronikgerätesektor profitierte vom Aufschwung neuer Technologien und einer starken Nachfrage in nachgelagerten Märkten. Dies führte zu einer erhöhten Produktion von Haushaltsgeräten und damit zu einer steigenden Nachfrage nach Chemikalien wie Aceton, Phenol und Polyetherpolyolen. Auch die Textil- und Bekleidungsindustrie, beflügelt durch die Erholung der Exporte und die Förderung von Standards für eine nachhaltige Transformation, verzeichnete einen Anstieg der Produktion von Chemikalien wie Cyclohexanon, Caprolactam und PA6.
Aktuell bleiben die fundamentalen Aspekte der chinesischen Wirtschaft langfristig positiv. Gemäß den auf der Zentralen Wirtschaftskonferenz vorgestellten Plänen sollen 2025 proaktivere und effektivere makroökonomische Maßnahmen umgesetzt werden, um wichtige Ziele wie die umfassende Stärkung der Binnennachfrage zu erreichen. Am 8. Januar 2025 veröffentlichten die Nationale Entwicklungs- und Reformkommission und das Finanzministerium die „Bekanntmachung zur Stärkung und Ausweitung der Umsetzung der groß angelegten Anlagenerneuerungs- und Konsumgüterersatzpolitik 2025“. Darin werden verschiedene Ersatzprogramme für Konsumgüter vorgestellt, die Endindustrien wie Automobile, Haushaltsgeräte, Mobiltelefone und digitale Produkte sowie Inneneinrichtung umfassen. Die Einführung dieser Konjunkturprogramme wird die Entwicklung vorgelagerter Branchen wie Aromaten, Phenolketone und neue Energien fördern und das kontinuierliche Wachstum des Endverbrauchs chemischer Produkte unterstützen.
Mit Blick auf das Jahr 2025 werden das kontinuierliche Wachstum der Elektromobilität, die ständigen Innovationen in der Elektroniktechnologie und die nachhaltige Entwicklung der Textil- und Bekleidungsindustrie die Nachfrage nach chemischen Produkten weiter ankurbeln und damit die chemische Produktion weiter steigern. Gleichzeitig wird die Qualität kontinuierlich optimiert, um den Marktanforderungen gerecht zu werden. Die chemische Industrie steht jedoch auch vor Herausforderungen, darunter der anhaltend hohe Druck der globalen Energiekosten, die Auswirkungen von Handelsschutz- und Umweltstandards auf einige exportierte chemische Produkte sowie das verlangsamte Wachstum der Auslandsnachfrage aufgrund der globalen Liquiditätsverknappung.
Angesichts dieser Herausforderungen müssen Chemieunternehmen ihre Wettbewerbsfähigkeit kontinuierlich steigern, die Investitionen in Forschung und Entwicklung erhöhen, Produkte innovieren, Produktionsprozesse optimieren, um die Produktionskosten zu senken, die Marktforschung intensivieren, um Nachfragetrends zu erfassen, und aktiv Marktkanäle erweitern, um so eine nachhaltige Entwicklung in einem Umfeld gleichzeitig bestehender Chancen und Herausforderungen zu erreichen.
Veröffentlichungsdatum: 20. März 2025






