Seitenbanner

Nachricht

Rohöl-, Titandioxid- und Acrylemulsionspreise erneut im Aufwind; der Chemiemarkt im Dezember könnte schwach verlaufen.

Die deutschen Großkraftwerke sollen darauf vorbereitet werden, mit BASF und anderen Unternehmen den Plan für einen möglichen Stromausfall im schlimmsten Fall zu besprechen.

Laut Medienberichten vom Freitag diskutieren deutsche Kraftwerke mit großen Industrieunternehmen über einen Plan zur Einschränkung der Stromerzeugung, um in einer Notsituation die Versorgung zu reduzieren.

Berichten zufolge stehen Energieversorgungsunternehmen mit großen Herstellern wie BASF in Kontakt, um zu prüfen, wie stark diese Unternehmen angesichts der angespannten Stromversorgung ihren Stromverbrauch senken können. Einige Fabriken haben sich bereit erklärt, im Winter mehrstündige Stromausfälle in Kauf zu nehmen. Insidern zufolge hat BASF jedoch noch keine Vereinbarung mit dem Stromnetzbetreiber getroffen.

Stromnetz und Unternehmen bereiten aktiv einen „geordneten Stromausfall“ vor.

Im Vergleich zur Unterbrechung der Stromversorgung wird diese Methode der aktiven Leistungsbegrenzung als Stromversorgungsbeschränkung bezeichnet. Da die Industrie sich im Voraus vorbereiten kann, sind die Auswirkungen etwas geringer.

Bezüglich dieses Berichts bestätigten sowohl AMPRION als auch Tennet TSO, die beiden großen deutschen Stromnetzbetreiber, dass der Sprecher von BASF eine Stellungnahme verweigerte.

Der Energie-Vertreter des Bundesverbands der Deutschen Industrie und des Handels (BfI) erklärte, dass die bilaterale Abstimmung im Gange sei. Man gehe davon aus, dass das Risiko von Stromausfällen in diesem Winter real sei.

Im Vergleich zu den französischen Behörden, die in diesem Winter möglicherweise mit längeren Stromausfällen zu kämpfen haben, wirkt die deutsche Prognose zwar optimistisch, doch bestehen weiterhin Risiken. Derzeit stammen etwa 15 % der deutschen Stromversorgung aus Erdgas. Bei Kälteeinbrüchen wird die Versorgung vorrangig der Beheizung von Haushalten dienen, sodass es weiterhin zu Engpässen in der industriellen Stromversorgung kommen könnte.

 

Titandioxidpulver

Laut Herstellerangaben haben sich das aktuelle Marktvolumen und die Preise im Wesentlichen auf dem Niveau der Anfangsphase gehalten. Nachfrageseitig orientiert sich der Markt weiterhin hauptsächlich an der Nachfrage. Käufer agieren nach wie vor vorsichtig und kaufen ausschließlich bedarfsorientiert ein. Auf der Angebotsseite ist das Marktangebot aufgrund von Anpassungen einiger Hersteller, die über die ursprüngliche Planung hinausgingen, derzeit leicht rückläufig.

Die Preise sind derzeit niedrig, und die aktuelle Kostensituation ermöglicht es vielen Herstellern, ihre Produktion zu steigern, um den Kostendruck zu mindern. Betrachtet man die Marktbedingungen umfassend, so sind die aktuellen Transaktionspreise größtenteils stabil, wobei die Preise einiger Produkte aufgrund knapper Modelle gestiegen sind oder sogar gestiegen sind. Da sich die Preise im niedrigen Bereich stabilisieren, könnte das Markthoch sinken. Aktuell bereitet die veränderte Lage im Transportwesen sowohl Käufern als auch Verkäufern Sorgen.

Acrylemulsion

Im Rohstoffsektor könnten sich nächste Woche unterschiedliche Trends im Acrylmarkt abzeichnen; Styrol könnte teilweise aussortiert werden; Nägel oder Produkte mit geringerer Nachfrage könnten betroffen sein. Angebotsseitig werden die großen Hersteller voraussichtlich ein normales Niveau halten, und die Auslastung bzw. Stabilität der Emulsionsindustrie dürfte nächste Woche stabil bleiben. Nachfrageseitig wird die Nachfrage nach nachgelagerten Produkten aufgrund der Kälte weiterhin zunächst gering bleiben. Es besteht weiterhin die Möglichkeit einer geringeren Nachfrage im Emulsionsmarkt. Es wird erwartet, dass die Acrylpreise nächste Woche schwach ausfallen werden.

Dezemberprognose: Der Chemiemarkt könnte anfällig für Schocks sein.

Im Dezember dürfte der Chemiemarkt schwach und volatil sein. Hauptgründe hierfür sind der wirtschaftliche Abschwung im In- und Ausland, die sinkenden Rohölpreise, die insgesamt schwache Nachfrage nach Chemikalien und weitere Faktoren.

Im November fielen die Chemikalienpreise stärker als sie stiegen, und der Gesamttrend zeigte eine sich abschwächende Abwärtstendenz. Die Preisentwicklung am Markt im November war hauptsächlich auf die weiterhin schwache Nachfrage und sinkende Kosten, saisonale Einflüsse und ein schwaches wirtschaftliches Umfeld zurückzuführen. Die Nachfrage nach Chemikalien ging zurück, was zu einem allgemeinen Preisrückgang führte. Mit Blick auf Dezember ist die globale Wirtschaftslage angespannt. Der sinkende Rohölpreis hat erhebliche Auswirkungen auf die Chemiebranche, die schwache Nachfrage dürfte anhalten, und das Marktumfeld ist weiterhin angespannt. Es wird erwartet, dass der Chemiemarkt im Dezember zwar leichte Schocks erleiden könnte, die staatlichen Maßnahmen zur Stabilisierung der Wirtschaft jedoch schrittweise verstärkt werden. Die Erwartungen hinsichtlich Angebot und Nachfrage dürften sich verbessern, sodass der Marktrückgang begrenzt sein dürfte.


Veröffentlichungsdatum: 13. Dezember 2022